Newsletter: KW 19 in Genderhausen

Zugegeben. Die letzte Woche war ich ziemlich im Tunnel. Viel viel Arbeit, nach-Köln-Hetzerei und jetzt sitze ich hier und versuche durch meinen Kater hindurch zu erinnern, was denn in Genderhausen so los war.

Das Naheliegendste: Der mediale Vorlauf zum Muttertag. Blümchen hier, feministische Anders- und Umdeutung dort. Vor ein paar Jahren schon kritisch reflektiert von Petra Unger, die die ganze Ambivalenz auf den Punkt bringt [sic!]

Es bleibt ambivalent und vielschichtig. Mutterschaft kann die einzelne Frau politisieren und ist unabhängig von der Einzelnen in jedem Fall politisch.

Hier der Artikel.

Meine eigene Mutter hat sich vor zig Jahren schon die Feierei des Muttertags verbeten. Habe sie nochmal gefragt, warum. Ihre Antwort: „Weil ich es nicht mag, wenn Geschäfte am schlechten Gewissen von Familienmitgliedern verdienen.“ Mein #Highlight.

Auf mein #Lowlight hat mich mal wieder Isabel aufmerksam gemacht. (Isa, Du bekommst hier bald eine Ehrenrubrik!)

Dieses Video hier:

Nachdem ich das Video gesehen habe, musste ich mich fragen, ob ich eigentlich überhaupt zurechnungsfähig bin. Und … dann musste ich mich vor allem fragen, was ihr davon haltet? Stört euch dieser Hormon-Fokus auch? Oder findet ihr das gut, weil es eine akkurate (???) Darstellung des Zyklus ist? Und was ist mit den anderen Elementen des Videos? Gut getroffen?

#Netzfund der Woche war für mich ein Beitrag von Linus Volkmann im kaput mag. Volkmann schreibt dort über das f-mag, ein neues fröhlich-feministisches Magazin von Gruner+Jahr (habt ihr bestimmt alle schon gesehen) und lässt kein gutes Haar an der „Politik, Sex, Lametta“-Kombi . Zu kommerziell, zu bemüht, zu zahm die Missy nachgestellt, findet er. Außerdem schreibt er:

Das F-Mag verkörpert nämlich ein ganz großes Dilemma seiner Zeit: Alles dreht sich um die Simulation von Inhalten. Die inszenierte Fiktion davon, sich zu engagieren, ist in Instagram-Zusammenhängen längst an die Stelle der wirklichen Auseinandersetzung mit Themen getreten. So kommt jeder Text zwar hübsch zurechtgemacht rüber und ist mit dem passend gefühligen Filter versehen, bleibt dabei aber bedrückend hohl. Es handelt sich hierbei um ein Abklappern von populären Feelgood-Themen (Aktivismus! Namedropping! Irgendwas!) – und ja, man ertappt sich selbst ständig dabei, den virtuellen Like-Button drücken zu wollen. Schließlich ist alles so großer Konsens und bis zur Selbstaufgabe gefällig.

Und, mal abgesehen vom f-mag, dass IST das große Dilemma unserer Zeit. Und von den Inhalten, die viele von uns produzieren. Ich schließe mich da mit ein. Möchte aber auch mal wieder erwähnen, dass gute Arbeit gut bezahlt werden sollte…

Ans ❤ legen möchte ich einen Artikel von Groschenphilosophin. Sie schreibt über Body Shaming/Body Positivity und einen neuen Film mit dem Namen „Embrace“: „die pseudodokumentarische Variante eines Clickbait-Artikels, der dank Nora Tschirner in Deutschland erfolgreich zum PR-Spektakel aufgeblasen wurde“. Sie sieht den Film kritisch, merkt aber auch an, dass wir mit dem ganzen Thema noch lange lange nicht am Ende sind und daher vielleicht sogar froh sein müssen, wenn es irgendwie aufgegriffen wird…

Geschrieben habe ich auch, bei WELT kmpkt zu One Night Stands.

Und jetzt bleiben noch die Wünsche für die KW 20 (yikes!) und die sehen mal wieder hübsch prosaisch aus: Alles wegarbeiten und dann….in. den. Urlaub. fahren.

Baba, macht’s gut, ihr Lieben.

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