Newsletter: KW 22 in Genderhausen

Heute ganz ohne Umschweife zu meinem #Highlight der letzten Woche. Dieser Artikel von Rebecca Traister, einer famos geschriebenen Reportage über Hilary Clinton und ihr Leben „danach“. Klug und tragisch und wisst ihr noch: „Be bold, try, fail, try again, and lean on each other, hold on to your values. Never give up.“ Da vergieß ich fast schon wieder Tränchen…

Beim #Lowlight der Woche allerdings eher nicht. Das hat mich sogar ein bisschen amüsiert. Anläßlich des Evangelischen Kirchentages wurden einige Liedtexte leicht umgetextet. Unter anderem „Der Mond ist aufgegangen“, aus „so legt euch denn, ihr Brüder“ wurde dort „so legt euch Schwestern, Brüder“. Damit alle die mitsingen wollen, sich auch angesprochen fühlen. Bei der FAZ ging daraufhin allerdings die Kulturfrevel-Lampe an und heraus kam dieser Artikel, der in all seiner maximal Bildungsdünkel-esken Weise schon wieder erheiternd ist. Muss man erstmal schaffen, in einem Text über die schlimm-fingrigen Genderwahnfriedas ein Bedauern über die ausgestorbene Tradition der mittelalterlichen Lateinschulen unterzukriegen. Funktioniert hat die Aufregung natürlich trotzdem, abzulesen an den vielen Kommentaren auf Facebook, immer nach dem Motto: „WO SOLL DAS NOCH HINFÜHREN?!?!“

Gegenfrage: Wie kann man sich eigentlich unironisch über so etwas aufregen? Es ist mir, wirklich, ein völliges Rätsel.

Genau wie Trolling. Damit hat sich die Schriftstellerin Nina George auseinandergesetzt. Denn als öffentlich schreibende Frau gehört das leider zum Alltag, aber George weist auch Wege auf, wie damit umzugehen ist, mein #Netzfund der Woche. Hier.

Und apropos „öffentliche Frau“. Falls ihr ganz zufällig mitbekommen haben solltet, dass Brigitte Macron 23 Jahre älter als ihr Mann ist, dann wird euch die Berichterstattung darüber auch gezeigt haben, dass das was wir so gerne Gleichberechtigung nennen würden, nicht bei offiziellen Rollen anfängt, sondern immer auch schon beim Sex. Und der Frage, wem er zusteht, und wem nicht. Ans ❤ legen möchte ich euch deshalb diese tolle Kolumne von Pascale Hugues,“ Brigitte Macron verlängert das Verfallsdatum der Frauen – endlich!“, die deutsche Übersetzung gibt’s beim Tagesspiegel.

Apropos Alter. Für WELT kmpkt habe ich aufgeschrieben, in welchem Alter Frauen den besten Sex haben und warum man sich trauen sollte, seinen Schwarm anzusprechen. Leichter gesagt als getan, ich weiß, aber man muss sich auch mal Dinge vornehmen. Genau wie ich, für nächste Woche, ganz prosaisch: Balkonpflanzen regelmäßig gießen.

Baba, ihr Lieben, bleibt tapfer!

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