Newsletter: KW 24 in Genderhausen

KW 24 und ich flippe aus. Die Zeitverfluggeschwindigkeit! Und es wird natürlich nicht besser, wenn man das fitzelbisschen gefühlter Rest-Zeit so tapfer totschlägt wie ich in der letzten Woche. House of Cards, Staffel 5. Keine Spoiler, bitte, ich hab noch vier Folgen vor der Brust – aber darf ich euch schon mal die Recaps bei Vulture ans ❤ legen?! Jessica Goldstein schreibt so beneidenswert gut!

Aber genug davon, back to Genderhausen proper. Mein #Highlight der Woche war die Männlichkeits-Reihe bei der Süddeutschen. Vor allem das Interview mit Miranda July, die viel Erhellendes zum Thema Männer und Frauen in der Kunst zu sagen hat. An den Münchener Kammerspielen läuft übrigens ein Stück von ihr (eine Romanadaptation, um genau zu sein), von dem ich ganz viel Gutes gehört habe. Wer also kann: Hingehen!

Manchmal spüre ich gar nicht mehr, dass ich mich an diese gewisse Härte, mit der man uns Frauen begegnet, schon gewöhnt habe. Aber hin und wieder kommt es vor, dass man in besonderen Konstellationen arbeitet, wo das Geschlecht keine Rolle spielt und diese Last für einen Moment von meinen Schultern gehoben wird. Dann merke ich erst, wie beschissen das sonst ist. Dieses kleine Bisschen beschissen, wie das Leben für Frauen stets ist.

Und es gab sogar noch ein zweites #Highlight. Yoko Ono soll endlich offiziell als Co-Autorin von „Imagine“ anerkannt werden. Schon 1980 hatte John Lennon selbst verkündet, dass seine Frau dafür Anerkennung verdiene, da „der Text und das Konzept“ von Ono kamen. Vier Jahrzehnte später und endlich ist es soweit. Sean Lennon, der Sohn der beiden, schrieb auf Instagram: „Patience is a virtue.“ Ja. Hartnäckigkeit auch.

Mein #Lowlight kam mal wieder von der anderen Seite des Atlantik. Die Senatorin Kamala Harris war nach einer leidenschaftlichen Rede ziemlich durch die Mangel gedreht worden, der Vorwurf, klar: Sie sei viel zu hysterisch. The Strand, ein wirklich sehr sehr beeindruckender Buchladen (eigentlich eine Untertreibung) in New York antwortete mit einer Liste von Empfehlungen. Von Büchern sehr lautstarker Frauen. Hier ist die Liste.

Die Zeit hatte mit dem Thema Geschlechtsidentität aufgemacht – habt ihr das Dossier gelesen? Ich hab’s noch nicht geschafft, aber habe diesen Post von Antje Schrupp dazu entdeckt und sag mal: D’accord!

„Auch Cis-Personen haben in der Regel ‚keine Lust, sich von fremden Erwartungen oder ihren Geschlechtsteilen in ein gesellschaftlich erwünschtes Leben pressen zu lassen‘.“

Außerdem habe ich einen famosen #Netzfund zu teilen- mal wieder – vom Guardian. Dort erklärt Angela Saini, warum Frauen mitnichten das „schwache Geschlecht“ sind. „Wir“ leben nicht nur länger, wir können auch so einiges besser wegstecken. Warum die Wissenschaft das erst sehr langsam entdeckt und was damit noch zusammenhängt? Große Leseempfehlung! Hier.

Geschrieben habe ich auch, und zwar zu der Frage, warum Frauen ihren Orgasmus als weniger bedeutend als den des Partners einschätzen. Mir ist das Thema wirklich wichtig, weil ich es (Sex) für zentral in Gleichberechtigungsfragen halte: Wem der eigene Orgasmus egal ist, der wird vermutlich auch bei der nächsten Gehaltsverhandlung nicht den Mund aufkriegen.  Bei ze.tt.

Und bei WELT kmpkt habe ich über eine Studie geschrieben, nach der Gamer besonders ausdauernde Liebhaber sein sollen. Bin selbst was skeptisch, aber ich kenn auch nur weibliche Gamer. Und Frauen, ihr wisst schon…

Also denn. Für nächste Woche wünsch ich mir irgendwas Schönes. Euch auch! Baba, macht’s gut, Ihr Lieben!

 

 

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