Newsletter: KW 26 in Genderhausen

Sehr viel mehr hätte in die letzte Woche nicht reingepasst. Wirklich nicht. Ich bin umgezogen, habe Geburtstag gefeiert, bin nach Köln gefahren, habe noch mehr Geburtstag gefeiert. Und Abschied auch. Und die #Ehefüralle, das #Highlight. Eine Woche vorher noch darüber geredet und überlegt, wann sie wohl kommt (2018?) und dann ist sie plötzlich so gut wie Gesetz und ein paar Tränchen fließen, weil – trotz allem was man von dieser Institution halten mag – wirklich jede*r heiraten können sollte. Aber es geht nicht nur ums Heiraten. Sondern auch ums Kinder kriegen. Und hier werden lesbische Frauen nach wie vor benachteiligt, da die Ehefrau einer Schwangeren nicht automatisch als Mutter gilt. Die Ehe für alle also eine Ehe vor allem für Männer? Antje Schrupp weist zurecht darauf hin: Wir müssen über’s Schwangerwerdenkönnen reden.

Aber nochmal: Sollte wirklich jede*r heiraten können? Auch, beispielsweise, mehr als zwei Leute? Fragen zur Ehe werden nicht plötzlich vermeintlich „absurd“, weil Homosexuelle heiraten können, sondern weil die Ehe selbst womöglich absurd ist. Darüber sollten wir auch mal nachdenken. Und darüber, wie man sich dem so verletzenden wie erwartbaren Reflex der üblichen Verdächtigen erwehrt. Wie – hello again! – dem der FAZ, die einen Gastautor ziemlich krude Thesen zu Homosexualität und Kindesmissbrauch ausladen lässt, mit dem völlig geflunkerten Hinweis: „Uns hat [dennoch] die Intoleranz einiger Kommentare überrascht.“ Haha. Ich würd mal vermuten: Hat ganz gut geklickt. Und zwar nicht mit Überraschung, sondern mit Ansage. Hier Info zu dem Beitrag, #Lowlight.

Aber auch sonst war was los. Ein schöner #Netzfund kommt vom Missy Magazine, mit der Frage, was es heißt, sich als Feministin zu bezeichnen. Kostet Geld, aber warum eigentlich nicht. Hier. Und wer lieber hören mag, kann sich bei Mephisto976 einen Beitrag zu Judith Butler anhören – eine Wissenschaftlerin, die noch so viel mehr erhellendes zu sagen hat als das, was die meisten von uns schon irgendwie kennen: Gender Performativität.

Und aber wirklich alle sollten sich dieses Streitgespräch zum Thema „Warum nervt der Feminismus so?“ anschauen. Stefanie Sargnagel. Nuff said. Ans ❤ gelegt.

Geschrieben habe ich auch und zwar, tada, zum Thema Penis. Wer einen hat, der sollte sich den Artikel mal durchlesen. Na, los! Hier. Zum Thema Sexspielzeug gab’s auch noch was zu melden, und zwar hier.

Für die Woche wünsche ich mir mehr Ruhe. Aber nicht zuviel. Ihr wisst schon. Macht’s auf jeden Fall gut, ihr Lieben, baba!

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