Newsletter: KW 30 in Genderhausen

Drumrumreden hilft ja nicht: Es ist Sonntag Abend. Ich bin verkatert. Dieser einer wird also ein dünner Newsletter. Aber ein bisschen was habe ich doch zusammengetragen und los geht’s mit einem #Highlight, also eigentlich einem #Lowlight. Einem guten Artikel über einen unsäglichen Auswuchs der männlichen Vorzugsbehandlung, von Jennifer Weiner in der New York Times. Weiner beschreibt, wie eine gewisse Sorte Mann – weiß, heteorsexuell, privilegiert – sich sowohl im Privaten als auch in beruflichen Kontexten einiges zu schulden kommen lassen kann, aber nichtsdestotrotz für dieses Verhalten entschuldigt wird: Sind halt Jungs. Oder: „The Men Who Never Have to Grow Up“

Es ging, wenn ich mich richtig erinnere, vor ein paar Monaten schon los. Die Diskussion über Frauen an Kunsthochschulen. Über angestaubten und festgefahrenen Sexismus im Betrieb. Berta Belly beschreibt nun im Merkur sehr eindrücklich und anschaulich, welche Auswüchse dieser Sexismus bisweilen hat und wie das „alte tradierte Netz“ funktioniert:

Dass es unter diesen Ausbildungs- und Startbedingungen überhaupt erfolgreiche Künstlerinnen gibt, grenzt daher fast an ein Wunder, das sich mir nur mit einer riesigen, unbändigen Schaffenskraft und Energie erklärt, die es Künstlerinnen ermöglicht, sich durch irgendeine, vergessene, kleine Hintertür in die Villa großer KünstlerInnen hineinzuschummeln, die von ihrer Arbeit leben können.

Große Leseempfehlung und damit ans ❤ gelegt.

Und einen #Netzfund kann ich euch in Form diesen Artikels präsentieren. Hier wird eine weibliche Comedy-Truppe vorgestellt, „The Baronesses“. Ich habe mir noch keinen Clip der Baroninnen angeschaut, aber wenn Lea DeLaria („Orange is the New Black“) etwas lobt, muss es gut sein. Ein Sketch der Truppe hat es wohl letzten Sommer zu einem kleinen Viral-Hit geschafft, mit knapp zwei Millionen Facebook-Views. Es geht um eine Frau, die an ihrem 40. Geburtstag im Fitnesstudio einen neuen Bereich in der Umkleidekabine zugewiesen bekommt… Die New York Times sieht damit einen der „Gender Comedy Gaps“ geschlossen und ich freue mich mit, denn es ist noch gar nicht so lange her, dass mir mal eine gleichaltrige Frau erklärt hat, „Frauen sind halt nicht so witzig wie Männer“.

Frauen sind wahnsinnig witzig. Je mehr das gesehen wird, desto besser.

Geschrieben habe ich bei ze.tt über die Frage, ob wir uns in zwei Personen gleichzeitig verlieben können und bei WELT kmpkt über eine Studie die zeigt, wie anders sich Männer und Frauen gegenseitig auschecken und über die möglichen Auswirkungen eines sehr attraktiven Partners auf das Körperbild von Frauen.

Also, ihr Lieben. Für nächste Woche wünsche ich mir eine Bierbank (das Wohnungsprojekt ist noch lange nicht abgeschlossen) und uns allen einen guten Start in den August. Baba, macht’s gut!

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