Newsletter: KW 32 in Genderhausen

Keine gute Woche für #Highlights, oder? Aber dann doch. Eines zumindest: Dieser Bericht über ein australisches Café. Dort bezahlen Männer 18 Prozent mehr als Frauen. Denn das entspricht dem Gender Pay Gap in Australien. Es handelt sich um einen freiwilligen Beitrag, er kommt Frauenprojekten zu Gute. Klar, dass sich das halbe Netz darüber aufgeregt hat: Unfair etc.! Das sollte mal andersrum passieren!!!

Das Problem ist: Es passiert ja andersrum.

Was haltet ihr von der Idee?

Ein #Lowlight der Woche hat der Frauenrat ermittelt. Dort wurde untersucht, welche Rolle Frauenpolitik in den Wahlprogrammen zur Bundestagswahl spielt. Also ob überhaupt.

Bitter. Und eigentlich unglaublich. Für mich nicht nachvollziehbar, wie sich Parteien einem der drängendsten Themen der Wirtschafts- und Familienpolitik entziehen können. Wie wir Gleichstellung organisieren wollen ist zentral nicht nur für Fragen des Miteinanders, von Beziehungen, sondern auch für die Frage, wie Kinder in diesem Land aufwachsen können, wie Familie funktionieren soll. Wie man hier leben kann.

Und es bleibt die seufzende Frage: Wen wählen?

Noch eine Frage, die beschäftigt: Wie geht man mit Hass im Netz um? Habe in der letzten Woche darüber mit der Anne diskutiert, am Beispiel von Dunja Hayali, mit unentschiedenem Ausgang. Und dann ist mir dieser Artikel aufgefallen, von der US-amerikanischen Journalistin Lauren Duca die ziemlich unfassbaren Bedrohungen online ausgesetzt wird. Das ist leider alles schlimm, aber man sollte es trotzdem lesen um zu verstehen, wie die Mechanismen funktionieren und warum so wenig darauf reagiert wird. Und zum Schluß gibt Duca auch Tipps, was zu tun ist. Die möchte ich euch ans ❤ legen. Einer davon:

Actively support female writers, and any other writer you enjoy, but especially women. If you read a piece you like, send the author a quick tweet or email saying as much. It’s rough out there, and reader positivity definitely helps counteract the toxic sludge.

Das habe ich selbst schon einige Male praktiziert und es ist wirklich berührend, wie viel Gutes man (fremden) Menschen tun kann, wenn man nur ein kurzes „Mach Dir nichts draus. Du bist völlig in Ordnung“ über’s Netz schickt.

Geschrieben habe ich auch, und zwar für ze.tt über den Unterschied zwischen verliebt sein und Ego polieren, beim Business Insider über die Freiheit, sich nicht für eine*n Partner*in entscheiden zu müssen und bei der Welt über eine neue Studie die nahelegt, dass unsere Generation ein Problem mit Beziehungen hat sowie – mal was Handfestes – über Kalorienverbrauch und Sex.

Baba, ihr Lieben, macht’s gut. Uns allen eine feine Woche, der Sommer kommt bestimmt nochmal, da bin ich sicher…

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s