Newsletter: KW 49 in Genderhausen

Ich trinke seit drei Tagen nur Kamilletee und habe auch nicht wirklich viel Futter für diesen Newsletter. Aber keinen zu schreiben, käme mir nun auch wieder nachlässig vor. Also denn, bringen wir es schnell hinter uns 😉

Und steigen ein mit meinem #Highlight der letzten Woche. Einem Artikel von Helena Fitzgerald auf Electric Literature, der so unverschämt und so wahnsinnig lustig ist, dass ich mich auch nach Tagen noch daran freue: Allein die Zeile! „20 Autoren, die ich nicht mehr lesen muss, weil ich seit 16 Jahren Männer date.“

Wenn ihr Männer-datenden Frauen* nicht vor Wiedererkennungsschmerz zuweilen laut-scheppernd auflachen müsst, dann…ne, ich bin total sicher! Kennt man schließlich: Es gibt Kulturschaffende (gilt natürlich auch für Filmemacher etc.), die sind so in die Kultur-DNA gewisser Typen eingeschmolzen, man ist quasi gezwungen sie mitzudaten. Es ist ein spezielles Mikroklima an (ja) weißer, männlicher und heterosexueller  Referentialität, die gewisse Typen mit sich herumtragen wie einen Hautfilm – so wollen sie gesehen werden, so müssen andere sie sehen und ob man will oder nicht, man muss sich mit Roth und Pynchon herumschlagen.

Oh, ich red nicht lang rum, ihr müsste den Artikel einfach lesen, schon allein wegen solcher Punkte:

20. Ernest Hemingway: The only truly feminist thing I have ever done is never finishing a Hemingway novel.

Aber ein #Lowlight gab’s auch. Roy Moore, Republikaner aus Alabama, soll über Jahre jungen Mädchen in einem Einkaufszentrum nachgestellt, sie sexuell missbraucht haben und hat nun trotz all dieser Anschuldigungen (die selbst vielen prominenten Republikanern als glaubwürdig erscheinen) beste Aussichten auf einen Sitz im US-Senat. Teile der Partei und, surprise, der US-Präsident unterstützen ihn. Was Floris Biskamp auf seinem (tollen) Blog zu der Antwort auf die Frage verhilft, was Männer denn heute überhaupt noch machen dürfen: Offenbar so gut wie alles.

Geschrieben habe ich auch und zwar bei ze.tt über die Frage, warum wir so ungern zugeben, dass wir auf jemanden stehen und bei WELT kmpkt über die Frage, womit man bei Frauen/Männern punkten kann und was das mit dem Land zu tun hat, was wirklich hinter Liebe auf den ersten Blick steckt und was man nur kennt, wenn man mal jemanden vom Mittelmeer gedatet hat. (Habe ich mal jmd vom Mittelmeer gedatet? Nö. Aber dafür bin ich ja Journalistin 😉 )

Baba, ihr Lieben, macht’s gut. Bleibt gesund, vor allem!!!

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